Google Gallery Ads: Galerieanzeigen in der Google Suche

Vergangenen Mai stellte Google im Rahmen seiner Ads Innovation Keynote auf der Google Marketing Live 2019 neue Werbeformate für Google Ads vor. Darunter auch die spannenden Gallery Ads.

Galerieanzeigen als neues Werbeformat

Mit dem neuen Werbeformat "Galerieanzeige" können erstmals in der Google Suche visuelle Suchanzeigen präsentiert werden. Eine Galerieanzeige besteht aus vier bis acht Bildern, durch die mit einem Wisch navigiert werden kann. Galerieanzeigen sind somit ausschließlich in der mobilen Google-Suche verfügbar. Außerdem kann es pro Suchanfrage nur eine Gallery Ad geben, die stets auf Position 1 angezeigt wird. Die obere Anzeigenplatzierung in der eigenen Google Kampagne zu ergattern wird somit also noch erstrebenswerter. Jedes Bild kann über eine eigene Überschrift verfügen mit jeweils 70 Zeichen.

Die neue Gallery Ad bzw. Galerieanzeige von Google

Kosten für Galerieanzeigen

Anders als bei normalen Suchanzeigen, verursachen Galerieanzeigen nicht nur durch Klicks, sondern auch durch Interaktionen Kosten. Interaktionen sind bei Galerieanzeigen die Betrachtung des 3. Bildes. Ein Klick auf die Galerieanzeige führt den Nutzer zur in der Anzeige hinterlegten Ziel-URL und wird nach dem klassischen Klickpreis (CPC) abgerechnet.

Verfügbarkeit von Galerieanzeigen

Im Mai sprach Google von einer Verfügbarkeit der Galerieanzeigen im Laufe des Jahres. Tatsächlich wurde im August bereits damit begonnen, in mehreren Ländern die Beta-Version der Galerieanzeigen in Google Ads nach und nach in ausgewählten Konten zur Verfügung zu stellen – darunter auch Deutschland. Es ist also nur noch eine Frage von kurzer Zeit, bis die Galerieanzeigen in allen deutschen Google Ads Konten verfügbar sind und ausprobiert werden können.

Anlegen von Galerieanzeigen in Google Ads (falls verfügbar)

Vorteile von Galerieanzeigen

Die Vorteile der Gallery Ads liegen klar auf der Hand: Da Galerieanzeigen nur mobil ausgespielt werden, erzielen diese auf den ohnehin "kleinen" Smartphone-Displays eine große Aufmerksamkeit. Und im Vergleich zu klassischen Suchanzeigen sind Galerieanzeigen viel eher in der Lage mit ansprechenden Bildern Emotionen zu vermitteln und das beworbene Produkt oder die beworbene Dienstleistung auf attraktive Art und Weise zu präsentieren. So lassen sich ideal z. B. verschiedene Anwendungsbeispiele eines Produktes oder eine ausgewählte Produktpalette zeigen. Voraussetzung hierfür ist natürlich entsprechendes Bildmaterial, welches dem Nutzer in Kombination mit der Bild-Überschrift einen Mehrwert vermittelt.

Persönliche Einschätzung

Die Möglichkeit, visuelle Anzeigen mit Google Ads zu schalten gibt es bereits in ähnlicher Form durch den Einsatz von Google Shopping Ads. Diese sind jedoch ausschließlich nur mit physischen Produkten möglich und lassen auch keine emotionale Bildsprache zu. Mit den Galerieanzeigen hat Google auf jeden Fall ein sehr spannendes Werbeformat geschaffen mit dem sich Werbetexte und Bilder effektiv miteinander kombinieren und so ganz neue Werbebotschaften gestalten lassen.

Schade ist natürlich die Einschränkung der Galerieanzeigen auf Anzeigenposition 1. Aufgrund der Fläche, die Galerieanzeigen auf mobilen Endgeräten einnehmen, ist dies aber mehr als verständlich. Für Google sind Gallery Ads damit sicher ein lukratives Geschäft, da Werbetreibende hier am Ende sicher mehr Geld in die Hand nehmen müssen, um auf Anzeigenposition 1 zu landen und die Gallery Ads damit ausspielen zu können. Dass diese am Ende dann aber erfolgreicher als Textanzeigen sind, zeigt uns Google anhand interner Untersuchungen. Laut Google sorgen Galerieanzeigen demnach immerhin für 25 Prozent mehr Interaktionen gegenüber den aktuellen Werbeformaten für die Google Suche. Der Einsatz von Galerieanzeigen scheint sich also durchaus zu lohnen.

Christian Berg von der ideenhunger media GmbH
Über den Autor
Christian Berg

Teamleiter Digital und Online-Guru bei ideenhunger. Hat seinen Master in Medienmanagement an der Hochschule der Medien in Stuttgart absolviert und liebt und lebt das ganze Social Web. Egal ob Content- oder Social-Marketing, Usability oder Webkonzeption: Herr Berg weiß Bescheid.

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