Employer Branding
Employer Branding bezeichnet den strategischen Aufbau einer attraktiven Arbeitgebermarke, um bestehende Mitarbeitende zu binden und neue Fachkräfte für das Unternehmen zu gewinnen.
Employer Branding überträgt die Prinzipien der klassischen Markenführung auf die Rolle eines Unternehmens als Arbeitgeber: Es geht darum, klar herauszuarbeiten, wofür das Unternehmen als Arbeitgeber steht, welche Werte und Arbeitsbedingungen es bietet, und dies glaubwürdig nach innen und außen zu kommunizieren. Dazu gehören etwa eine authentische Karriereseite, Recruiting-Videos, gezielte Social-Media-Kommunikation für potenzielle Bewerber sowie ein stimmiges Auftreten bei Stellenanzeigen. Gerade im deutschen Mittelstand ist Employer Branding angesichts des Fachkräftemangels zu einem entscheidenden Wettbewerbsfaktor geworden: Wer nicht überregional bekannt ist wie ein Großkonzern, muss über eine klare, differenzierte Arbeitgebermarke punkten, um im Wettbewerb um qualifizierte Bewerber sichtbar zu werden. Employer Branding beginnt intern - bei der tatsächlichen Unternehmenskultur - und wird erst danach nach außen kommuniziert, da eine Diskrepanz zwischen Anspruch und gelebter Realität schnell auffällt. Die strategische Grundlage liefert häufig eine Zielgruppenanalyse der relevanten Bewerbergruppen, kombiniert mit den Erkenntnissen aus der allgemeinen Markenanalyse.